EM 2012 News Blog

Der Fußball Blog zur WM 2010 und der kommenden EM 2012

Stadionbau in Polen macht Fortschritte

September 24, 2010 Von: jonas Kategorie: EM 2012, Randnotizen

Die Entscheidung der Uefa die Europameisterschaft 2012 nach Polen und in die Ukraine zu geben war und ist nicht ohne ein gewisses Risiko. So musste Uefa-Chef Platini vor einiger Zeit selbst in beide Länder reisen um Politikern und verantwortlichen Bauleitern Druck zu machen. Der Grund dafür ist naheliegend, die finanziellen Mittel die benötigt werden sind enorm. Sogar Ersatzkandidaten wie Spanien oder Italien waren schon im Gespräch wohl letztendlich nur um den Druck auf die ausrichtenden Länder zu erhöhen. Die Probleme in der Ukraine konnten bisher nur unzureichend gelöst werden und werden wohl nicht nur Platini einige Kopfschmerzen bereiten. Als hoch rentables Unternehmen muss die Uefa sich durchaus Sorgen machen ob Rekordgewinne wie bei den letzten Turnieren 2012 erneut möglich sind.

Platini macht Druck

Platinis Kritik scheint in Polen jedoch angekommen zu sein. Das erste Stadion wurde jetzt in Posen eingeweiht und macht einen sehr guten Eindruck. Zur Eröffnung gab „Sting“ ein Konzert und füllte die Arena zum ersten Mal mit Leben. Das Stadion fasst 41.000 Zuschauer und ist auf dem aktuellsten Stand der Stadiontechnik. Zwei der Bildschirme im Stadion sind mit ganzen 160qm die größten in ganz Polen. Auch die anderen Spielstätten in Polen sollen gut im Zeitplan des polnischen Organisationskomitees liegen, so äußerte sich ein Sprecher.

Die weiteren Spielorte in Polen heißen Warschau, Danzig und Breslau. In der Ukraine wird in Kiew, Donezk sowie Lwiw und Charkow gespielt. In Donezk existiert bereits eine Fußballarena die 2009 fertig gestellt wurde und bereits komplett nutzbar ist. Die Bauarbeiten in Lwiw kommen hingegen nur schleppend voran, die Stadt verfügt nicht über die finanziellen Mittel das Projekt fertig zu stellen und die nötigen Investoren sind noch nicht gefunden.

Parallelen zu Südafrika?

Jedoch nicht nur die Stadien stellen einen wichtigen Teil der Infrastruktur für die EM 2012 dar. Gerade die Ukraine hat Bedarf an gut ausgebauten Autobahnen sowie Hotels, Flughäfen und geregeltem Eisenbahnverkehr. Da die Uefa in den letzten Jahren wie bereits erwähnt zu einem Weltunternehmen aufgestiegen ist wird Platini definitiv sicher gehen, dass die EM 2012 zu einem Erfolg werden wird. In Südafrika gab es ähnliche Probleme die im Nachhinein jedoch zufriedenstellend gelöst worden sind. Experten schätzen jedoch den Gewinn der Fifa durch die WM 2010 deutlich geringer ein als die Summen die während der letzten Turniere erwirtschaftet worden sind. Ein Schicksal das die Uefa ähnlich ereilen könnte.