EM 2012 News Blog

Der Fußball Blog zur WM 2010 und der kommenden EM 2012

Endet die FIFA Krise mit Blatters Wiederwahl?; Löw muss improvisieren

June 03, 2011 Von: jonas Kategorie: Allgemein, Deutsche Nationalmannschaft

Die Krise bei der FIFA endete nun mit der Wiederwahl Blatters, dieser kündigte ironischer weise Reformen an um im Weltunternehmen die Bekämpfung der Korruption zu unterstützen. Zunächst forderten diverse Parteien eine Verschiebung der angesetzten Wahlen und eine genaue Untersuchung der Vorwürfe gegen Blatter. Jack Warner, erst kürzlich von Blatter entlassen, zog seine Ankündigungen bezüglich einer Offenbarung sämtlicher Machenschaften der FIFA-Bosse überraschenderweise zurück und appellierte an die Wahlberechtigten Blatter zu unterstützen. Wie dieses Verhalten zu erklären ist bleibt fraglich. Zum Schluss wurden die Wahlen wie geplant durchgeführt, Blatter gewann mit 186 von 203 Stimmen. Bei nur einem Namen auf den Stimmzetteln dürfte dieses Ergebnis keinen verwundern, die FIFA-Funktionäre wagten wie erwartet keine Revolte gegen ihren Chef. Der englische Fußballverband versuchte im Vorfeld die Wahl vergeblich zu verschieben, Blatter verlieb lediglich mit der Ankündigung die Prozedur zur WM Vergabe zu erneuern. Sämtliche Pressestimmen zum Ergebnis waren von Skepsis und Argwohn geprägt. Die Schweizer Zeitung 20 minuten titelte:

“Ganz einfach der mächtigste Schweizer. FIFA-Präsident Sepp Blatter beherrscht die Machtpolitik wie kein anderer und ist deshalb der Machiavelli des 21. Jahrhunderts.”

Selbst die durch Korruption schon oft gebeutelten Italiener wagten mit kritischen Kommentaren Blatter zu hinterfragen, die La Gazzetta della Sport schrieb, dass Fußball ein Sport mit elf Spielern sei und am Ende stets Blatte gewinne. Das Milliarden Unternehmen FIFA wird also weiterhin vom Schweizer dominiert, ohne Reformen und maßgebliche Veränderungen könnte das Image der FIFA jedoch noch gravierender leiden. Ob Blatters Schritte jetzt genauer beobachtet werden wird wohl noch abzuwarten sein.

Löw setzt auf seine Reserve gegen Österreich:

Während die Österreicher von einem Sieg gegen den „großen Bruder“ aus Deutschland hoffen muss Jogi Löw seine Elf erneut umbauen. Heute Abend wird Löw zwar wie gewohnt auf Manuel Neuer setzen können, der Keeper ist nun offizieller Torhüter beim FC Bayern und wird nach der Publizierung des Wechsels sicherlich entspannter auftreten können. Mit Per Mertesacker, Bastian Schweinsteiger, Sami Khedira und Miroslav Klose müssen jedoch gleich drei Stammspieler passen. Hummels und Schmelzer konnten gegen Uruguay nicht restlos überzeugen, Holger Badstuber und Dennis Aogo könnten für diese in die Startelf rücken. Nachdem sich auch Christian Träsch im Training verletzte wird die Doppelsechs wohl von Toni Kroos und Simon Rolfes besetzt werden. Der Ausfall von Klose bereitet nach dem starken Auftritt von Mario Gomez keine Sorgen, Lukas Podolski muss unterdessen auf der linken Seite beweisen, dass er zurecht in der Hierarchie vor André Schürrle steht.  Ein Sieg der deutschen sollte trotz Personalmisere zu erwarten sein.