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Der Fußball Blog zur WM 2010 und der kommenden EM 2012

Artikel der Kategorie December, 2010

WM Vergabe 2018 & 2022 löst Bestürzung aus

December 06, 2010 Von: jonas Kategorie: Allgemein, Randnotizen zur WM Comments Off on WM Vergabe 2018 & 2022 löst Bestürzung aus

Viele Fußballfans werden es immer noch nicht so recht glauben können, zwar sind die beiden Großereignisse im Jahr 2018 und 2022 noch weit entfernt, werfen beide jedoch jetzt schon ihre Schatten voraus. Letzte Woche Donnerstag wurde die entgültige Entscheidung des von Korruptionsvorwürfen gebeutelten Fifa-Exekutivkommittees bekannt gegeben.

Zuerst wurde über das Schicksal der WM 2018 entschieden, die Wahlergebnisse sahen für diese wie folgt aus:

Im ersten Wahlgang erhielt Russland 9 Stimmen, Spanien und Portugal 7, Niederlande und Belgien 4 und England lediglich 2. So schied England im ersten Wahlgang aus und der zweite Wahlgang wurde eingeleitet. In diesem erhielt Russland 13 Stimmen, Spanien und Portugal 7 und Niederlande und Belgien nur noch 2. Damit war schnell klar, Russland wird die WM 2018 austragen. Sicherlich existiert eine gewisse Fußballtradition in Russland, mit dem frühen ausscheiden der Engländer oder der Unterlegenheit des amtierenden Europa sowie Weltmeisters Spanien und Portugal hatte niemand gerechnet. Die Stadien in England sowie im Süden Europas bieten nicht nur neusten Standard, sondern auch eine gute Infrakstruktur.

Größte Überraschung bei der Wahl des Austrägers für die WM 2022:

Um den Sieger für die Austragung der WM 2022 zu ermitteln brauchte es insgesamt 4 Wahlgänge. Früh waren Australien und Japan ausgeschieden, darauf folgte Südkorea. Im vierten Wahlgang standen sich dann die USA und Katar gegenüber, der Wüstenstaat gewann mit 14 zu 8 Stimmen. Ein Schock für alle Beobachter und Fans rund um den Globus. Das gerade bezüglich des Fußballs traditionsarme Katar wird eine „Wüsten-WM“ ausrichten. Natürlich sind die finanziellen Mittel vorhanden eine glänzende Infrastuktur, topmoderne Stadien und eine riesen Show zu bieten, die Frage bleibt jedoch ob Katar als Austräger auch im Sinne des Fußballs ist. Die eigene Nationalmannschaft ist katastrophal und wenig konkurrenzfähig, im Sommer werden glühendheisse Temepraturen auf die Spieler warten und die Anreise für alle Fans wird sehr kostspielig werden.

Zum Ende einige Pressestimmen:

Der Daily Mirror beschrieb die Entscheidung des Kommitees wie folgt: „Verkauft – der Fußball kommt nicht nach Hause. Die beste Bewerbung hat verloren. Russlands milliardenschwere Oligarchen und die Öl-Milliardäre aus Katar haben gewonnen.“ Die Zeitung unterstrich gerade den finanziellen Aspekt der eine Rolle bei der Vergabe gespielt haben könnte.

Das Pendant zur Bild-Zeitung in England unterstellte sogar eine viel weitreichendere Schiebung: The Sun: „Die WM-Vergabe entpuppte sich als Schiebung, nachdem sich abzeichnete, dass Russland das Ergebnis schon 24 Stunden vor der Bekanntgabe wusst.“ Wir berichteten bereits über die Korruptionsvorwürfe, ob in diesem Vorwurf ein Funke Wahrheit steckt kann jedoch bislang nicht festgestellt werden.

Ein tolles Zitat aus Italien ist dieses: La Repubblica: „WM 2022 in Doha. Fußball in einer Seifenblase. Addio Fan-Freude.“ Dies beschreibt gerade die Sicht der Fans, die in tausenden Foren und Kommentaren ihren Unmut zu diesen Entscheidungen äußerten.

Jetzt heisst es abwarten und zuerst einmal die EM in Polen und der Ukraine 2012 sowie die WM 2014 in Brasilien genießen.

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Xavi dementiert, Frei kündigt Abschied an, in Zürich steigt die Spannung

December 01, 2010 Von: jonas Kategorie: Allgemein, EM 2012, Qualifikation, Randnotizen Comments Off on Xavi dementiert, Frei kündigt Abschied an, in Zürich steigt die Spannung

Es wurde viel spekuliert über einen möglichen Rücktritt von Xavi aus der spanischen Nationalmannschaft, jetzt redet der Mittelfeldstar des FC Barcelona Klartext. Xavi gab bereits Anfang November bekannt, dass er die Gerüchte um seine Person offiziell dementiert und und nicht nur die EM 2012 in Polen und der Ukraine anpeilt, sondern auch die Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien. Trotz seiner 30 Jahre ist Xavi in herausragender Form, erst vor wenigen Tagen im „El Clasico“ gegen Real Madrid glänzte der Regisseur mit einem Treffer. Kurz zuvor hatte sein Teamkollege Puyol auf recht ungewöhnliche Art und Weise über seine Karriere im Dress des FC Barcelona abstimmen lassen. Er kündigte an seine Karriere bis zum Alter von 40 Jahren fortzuführen wenn er 250.000 Fans im sozialen Netzwerk „facebook“ erreicht habe. Nachdem dies geschafft ist scheinen Xavi und Puyol noch einige Jahre im Barca Trikot auf dem Rasen zu stehen.

Die „Nati“ verliert ihren gefährlichsten Mann:

Alexander Frei, seines Zeichens Rekordtorjäger der Schweiz, wird aus der Nationalmannschaft der Eidgenossen kommenden Sommer zurücktreten. Der ehemalige Stürmer von Borussia Dortmund, derzeit beim FC Basel unter Vertrag, hatte in 81 Spielen 40 Treffer erzielt. Seit dem Jahre 2007 trägt er sogar die Kapitänsbinde für die Schweizer. Frei selbst sagte das es ein wohl überlegter Schritt sei und er sich über alle Konsequenzen im klaren ist. Er wird somit nur noch 2 der restlichen 5 Spiele der Schweizer Nationalmannschaft bestreiten und nicht an der Europameisterschaft 2012 teilnehmen. Zu seinem letzten Spiel wird Frei am 4 Juni 2011 gegen England antreten. Ottmar Hitzfeld bedauert seinen Rücktritt sehr und wird einen seiner besten Stürmer vermissen. Spieler wie Eren Derdiyok sind nun in der Pflicht die entstehende Lücke zu schließen. Aber auch ohne Frei ist die Schweiz in der Offensive mit Barnetta, Inler und N’Kufo bestens besetzt. Der Vorhang für den besten Schweizer Torschützen aller Zeiten fällt also im nächsten Jahr.

Die Welt blickt nach Zürich: WM-Vergabe 2018 und 2022:

Das Prozedere am morgigen Tag in Zürich wird wie folgt ablaufen: Zuerst stimmen die Mitglieder des Komitees über die Vergabe der WM 2018 ab, darauf folgt die Abstimmung zur Vergabe der WM 2022. Wir berichteten bereits über die Probleme im Vorfeld und das mögliche Teilnehmerfeld. So werden für die WM 2018 England, Russland, Spanien/Portugal und Belgien/Niederlande sowie für die WM 2022 USA, Katar, Südkorea, Japan und Australien heute und morgen dem Komitee Präsentationen ihrer Qualitäten vorführen. Die Reihenfolge dieser Präsentationen wird natürlich ausgelost. Nachdem dies geschehen ist beginnt morgen um 14 Uhr die Abstimmung. Die Bewerber brauchen eine absolute Mehrheit also fünfzig Prozent der Stimmen plus eine. Wenn diese Mehrheit nicht zustande kommt scheidet der Kandidat mit den wenigsten Stimmen aus und eine erneute Abstimmung wird durchgeführt. Um 16 Uhr wird Blatter dann die Gewinner bekannt geben. Alle Blicke richten sich also morgen Nachmittag nach Zürich, die Spannung steigt.

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